Roy Präger im Interview: „Wir wollen um den Titel mitspielen!“

Der VfL Wolfsburg hat Geschichte gemacht. Und kann nun sogar noch ein weiteres Kapitel schreiben. Denn wenn die "Wölfe" nach dem Meistertitel in der Bundesliga jetzt auch noch den "Deutschen Eisfußball Pokal" gewinnen, dann wäre das der vollkommene Triumph. Dabei helfen soll vor allem auch Roy Präger. ProSieben.de sprach mit dem ehemaligen, 173-fachen Bundesliga-Top-Profi über die Meisterfeier der "Wölfe", die Freude auf ein Wiedersehen mit vielen Ex-Kollegen und den Hunger auf einen weiteren Titel.

 

Frage: Herr Präger, schmerzt der Kopf noch von den Meister-Feierlichkeiten?
Roy Präger: Natürlich haben wir alle sehr ausgiebig gefeiert, die Mannschaft, die Fans, das Team hinter dem Team und natürlich auch die VfL-Oldies. Dass mir aber der Kopf schmerzen würde, das kann ich nicht behaupten.


Frage: Vielleicht schmerzen Ihnen dafür aber bald andere Körperteile, wenn es um den Deutschen Eisfußball Pokal geht; haben Sie eigentlich eine Ahnung, was da auf Sie zukommt?
Präger: Nein, wirklich vorbereiten konnten wir uns nicht. Wir sind zwar einmal für 20 Minuten auf dem Eis gewesen, dieses Eis soll aber etwas andere Eigenschaften haben, als das in der Kölner LANXESS arena. Wir lassen uns da also überraschen und hoffen, dass wir eine Menge Spaß haben.

 

Frage: Es gibt ein Wiedersehen mit vielen Ex-Profis wie Thomas Helmer, Mario Basler oder Toni Polster; auf wen freuen Sie sich ganz besonders?
Präger: Mit Sergej Barbarez und Erik Meijer sind auch zwei Jungs aus meiner Hamburger Zeit dabei, auf die beiden freue ich mich ganz besonders. Aber auch das Wiedersehen mit den Kölnern, wie Matthias Scherz und Dirk Lottner wird bestimmt eine feine Sache. Und mit den VfL Oldies steht man schließlich auch nicht jeden Tag auf dem Eis.

 

Frage: Wer sind diese VfL-Oldies, die neben Ihnen den neuen deutschen Meister würdig vertreten wollen?
Präger: Das sind u. a. Stefan Schnoor, Frank Greiner, Thomas Brdaric und Siggi Reich. Natürlich hoffen wir, dass wir um den Titel mitspielen können ...

 

Frage: ... um so den Wolfsburger Triumph perfekt zu machen und den Bayern endgültig die Saison vermasseln?
Präger: Klar wollen wir unser Bestes geben, aber in erster Linie geht es doch um den Spaß. Ob wir den Bayern oder den anderen starken Mannschaften den Titel vermasseln, das ist zweitrangig. Letztlich kann man beim Deutschen Eisfußball Pokal nichts vorher sagen, alles ist auf diesem Untergrund möglich.

 

Frage: Ab wann haben Sie eigentlich daran geglaubt, dass der VfL tatsächlich Deutscher Meister werden kann?
Präger: Etwa ab Mitte der Rückrunde. Denn es war zu erkennen, dass die Jungs eine sehr starke, gefestigte Truppe stellten, die auch die Auswärtsschwäche aus der Hinrunde abgelegt hatte. Diese Zuversicht hat von Spieltag zu Spieltag noch zugenommen und schließlich ist der Traum dann ja auch wahr geworden.

 

Frage: Ein Traum, der auch ohne Meistermacher Felix Magath weitergehen kann?
Präger: Was die Zukunft bringen wird ist schwer zu sagen. Selbstverständlich hoffen wir in Wolfsburg aber alle, dass diese Mannschaft in der nächsten Saison auch unter Armin Veh an die großartigen Leistungen der letzten Monate anknüpfen kann.

 

Interview: Andreas Kötter

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